Gimp
Aus Freiesoftware
| Gimp | |
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| Entwickler: | GNU-Projekt |
| Aktuelle Version: | 2.2.13 (25. August 2006) |
| Betriebssystem: | Windows, Linux, Mac OS X, u. v. m. |
| Kategorie: | Grafikbearbeitungs-Software |
| Lizenz: | GPL |
| Deutschsprachig: | ja |
| Website: | gimp.org |
GIMP (GNU Image Manipulation Program, ursprünglich: General Image Manipulation Program The GIMP v0.54 -- General Image Manipulation Program ist ein Bildbearbeitungsprogramm, das als Freie Software unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht wird.
Der Schwerpunkt der Software liegt insgesamt eher bei der intensiven Bearbeitung einzelner Bilder, wofür vielfältige Effekte zur Verfügung stehen. GIMP ist neben Linux, OpenOffice.org und Mozilla Firefox eines der bekanntesten Open-Source-Programme.
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Geschichte
Die erste Version entstand durch die beiden kalifornischen Informatikstudenten Peter Mattis und Spencer Kimball. Dadurch, dass Larry Ewing den Pinguin Tux, das bekannte Linux-Maskottchen, mit GIMP entwickelt hatte, erreichte das Programm einen besonders hohen Bekanntheitsgrad. Bis heute haben viele weitere Entwickler zu diesem Produkt beigetragen, und Tausende haben durch Support und Tests mitgewirkt. Neue GIMP-Versionen werden zur Zeit von Sven Neumann veröffentlicht.
Geschrieben wurde es auf Basis des ursprünglich als Motif-Ersatz konzipierten GIMP-Toolkit (GTK) für das X Window System unter Linux und anderen Unix-artigen Systemen. Damit konnte GIMP völlig ohne Motif-Aufrufe umgesetzt werden und es war auch relativ einfach, das Programm auf Windows und Mac OS X zu portieren.
Versionen
GIMP läuft auf verschiedenen Betriebssystemen (Unix, Linux, Mac OS X und Windows).
Nach einer langen Pause zwischen den Veröffentlichungen (aufgrund einer sehr gründlichen Überarbeitung) wurde am 24. März 2004 schließlich GIMP 2.0 mit vielen Verbesserungen freigegeben. Die wichtigsten Änderungen sind die strikte Trennung von Programmlogik und Benutzungsoberfläche sowie eine einfache CMYK-Umsetzung. Weiterhin wurden die Menüs überarbeitet und die Übersichtlichkeit verbessert. In jedem Bildfenster befindet sich jetzt eine Menüleiste. An neuen Funktionen bietet das Programm bessere Pfad- und Text-Werkzeuge. Es bietet jetzt auch Import- und Exportfunktionen für SVG.
Die aktuelle Anwenderversion 2.2.13 ist am 25. August 2006 erschienen. Darüber hinaus ist auch ein portables GIMP (Versionsstand 2.2.12) verfügbar, das ohne Installation in Windows von USB-Stick, Speicherkarte oder Festplatte startet.
Auch wenn seit Spätsommer des vergangenen Jahres keine neue Version erschienen ist, so zeigt die aktuelle Entwickler-Version (2.3.15) vom 10. März 2007 und die neue Version der Hilfedatei (0.12) vom 8. März 2007, dass die Entwicklung in vollem Gange ist.
GIMPShop
2005 stellte Scott Moshella eine modifizierte Version von GIMP, GIMPShop, vor. Die Menüs und Tastenkombinationen wurden an Photoshop angepasst, damit Photoshop-Umsteiger sich schneller und besser zurecht finden können.
Geplante Funktionen
Für zukünftige Versionen von GIMP sind u. a. folgende Ergänzungen geplant:
- Nutzung der GEGL-Bibliothek, damit verbunden:
- 16-Bit-Farbunterstützung pro Kanal [1]
- Native CMYK-Unterstützung
- Verbessertes Farbmanagement
- SIOX (Simple Interactive Object Extraction)
- Druckempfindliche Sprühdose (für Grafiktabletts)
- Laden von Photoshop-Pinseln
- Verbesserte Skalierung durch Einsatz des Lanczos-Verfahrens
- ICC-Profile
- Höhere HIG-Konformität
Automatisierte Bildbearbeitung durch Skripte
Nahezu alle Vorgänge in GIMP können durch sogenannte GIMP-Skripte automatisiert werden. Diese Art von Programmen kann durch den eingebauten Scheme-Interpreter (SIOD, SchemeInOneDefun) sowie über eine externe Anbindung von Perl, Python oder Tcl verarbeitet werden. Die Unterstützung von in Ruby geschrieben GIMP-Skripten befindet sich noch in einem experimentellen Stadium. Die Erstellung der Makros kann daher mit den oben genannten Programmiersprachen erfolgen, entsprechende Schnittstellen/Bindings sind vorhanden. Auf diese Weise erstellte Skripte und Plugins für GIMP können interaktiv sowie im Batch-Modus ausgeführt werden, d. h. ohne Interaktion eines Benutzers. Wiederkehrende (auch komplexe) Bildbearbeitungsvorgänge können so automatisiert werden. Grafiken für eine Webseite können beispielsweise direkt über CGI-Skripte erzeugt werden, man kann bei einer großen Anzahl an Bilddateien eine Farbkorrektur vornehmen und das Bildformat ändern, die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Hinweise zur Verwendung solcher Skripte finden sich im GIMP-Wikibook.
Siehe auch
- CinePaint, ein GIMP-Fork, der sich durch höhere Farbtiefen und Color Management auszeichnet.
- Krita, ein Bildbearbeitungsprogramm auf Basis der KDE-Bibliotheken
Literatur
- Jürgen Osterberg: Gimp 2. 2005, ISBN 389864295X
- Karlheinz Günster: Gimp 2. 2005, ISBN 393654624X
- Klaus Gölker: Fotobearbeitung und Bildgestaltung mit dem GIMP 2. 2005, ISBN 3898643573
Weblinks
- Offizielle Webpräsenz (englisch) – mit deutschem Handbuch
- Gimp für Windows (deutsch) - Deutsche Seite für http://gimp-win.sourceforge.net
- GimpShop (englisch)
- Gimp-Tutorials (deutsch)
- Gimp-Forum (deutsch)
- Gimp-Anfänger-Tutorien (deutsch)
- Fotobearbeitung mit GIMP. (pdf, deutsch) - Für Einsteiger
- [http://lists.freedesktop.org/archives/openicc/2005q1/000056.html [Openicc] GIMP color management] Diskussionsfaden in der Openicc Mailingliste, zur Einführung eines Farbmanagements in theGIMP.

